Der Kartograph erhält den Beeple Award

Friedberg, 14.05.2020: Das Bloggernetzwerk Beeple zeichnet das Kennerspiel Der Kartograph mit dem Beeple Award für besonders herausragende und empfehlenswerte Spiele aus. Damit auch weniger erfahrene Spieler einen einfachen Einstieg in das Spiel finden, erweitert Pegasus Spiele die Anleitung um Tipps für die erste Partie.

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Beeple ist ein Zusammenschluss von Blogs, deren Schwerpunkt auf dem Thema Brettspiele liegen. Beeple sieht sich dabei als zentrale Anlaufstelle für Interessierte im Bereich der Brettspiele und dient Neulingen im Onlinejournalismus als Hilfestellung. Die Beeple-Blogger wollen damit ihren Beitrag zur Festigung des Brettspiels in der Gesellschaft leisten. Seit 2017 verleihen sie den Beeple-Award. Der Kartograph darf sich nun als elftes Spiel bei den ausgezeichneten Titeln einreihen.

Der Kartograph richtet sich grundsätzlich an Kenner- oder erfahrene Familienspieler. In diesem fantastischen Flip & Write-Spiel aus dem Roll Player-Universum kartieren bis zu 100 Spieler parallel die nördlichen Reiche für Königin Gimnax von Nalos. Dazu zeichnen sie Runde um Runde über vier Jahreszeiten die Landschaften der Erkundungskarten auf ihrem Plan ein. Ruhmespunkte gibt es hier für diejenigen, die die Dekrete der Königin bestmöglich erfüllen. In jeder Jahreszeit wird eine andere Kombination von zwei der vier Dekrete gewertet. Doch dass in den nördlichen Reichen wilde Monster hausen, macht die Arbeit der Kartographen nicht einfacher. Die werden nämlich von den Mitspielern in die Landkarte eingetragen und sorgen für Chaos.

Auf der SPIEL’19 waren die Begeisterung der Spieler und die Nachfrage nach Der Kartograph groß. Das meistverkaufte Spiel am Stand von Pegasus Spiele war innerhalb weniger Tage nach der Messe verlagsseitig ausverkauft. Auch die zweite Auflage verließ das Pegasus Spiele-Lager innerhalb kurzer Zeit. Ende Mai erscheint nun bereits die dritte Auflage.

Damit das Spiel auch für weniger erfahrene Spieler zugänglicher wird, wird die Anleitung ab der vierten Auflage um Tipps für die erste Partie, insbesondere mit einem Vorschlag für die Dekrete, erweitert. Diese Tipps sowie eine Minivariante mit einer neuen Landkarte wird in den kommenden Tagen online auf der Produktseite von Der Kartograph im Pegasus Shop zum Download angeboten. Weitere Informationen dazu folgen in einem Beitrag auf dem Pegasus Spiele-Blog. Ebenfalls kostenlos online auf Pegasus Digital erhältlich sind die Landkarten-Pläne von Der Kartograph, sodass das Spiel auch online gespielt werden kann, so lange ein Spieler in der Runde das Spiel mit den Erkundungs- und Wertungskarten besitzt und diese per Video zeigt.

Lizenzgeber Thunderworks Games hat bereits erste Informationen zu Erweiterungen bekannt gegeben. Ein neues Kartograph-Spiel soll eigenständig, aber auch zusammen mit Der Kartograph gespielt werden können. In diesem neuen Titel werden den Spielern unter anderem Helden zur Seite gestellt, die Monster bekämpfen können. Zusätzlich soll es drei Map Packs geben, die mit beiden Spielen kombinierbar sein sollen. Jede neue Landkarte wird eine nur dort verwendete Mechanik aufweisen und dazu passende neue Karten beinhalten. Die englischen Ausgaben sollen voraussichtlich im 4. Quartal 2020 erscheinen, die deutschen Erweiterungen bei Pegasus Spiele im ersten Halbjahr 2021.

City Skylines

City Skylines kennt der ein oder andere bestimmt durch diverse Umsetzungen  für PC und Konsole. Das sehr erfolgreiche Aufbauspiel wurde digital mehr als fünf Millionen mal verkauft. Es wird also Zeit den analogen Ableger etwas genauer anzusehen.

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In City Skylines aus dem Hause KOSMOS und aus der Feder von Rustan Hakannson geht es darum das die Spieler gemeinsam eine Stadt erschaffen müssen, doch das ist leichter gesagt als getan. Schon beim variablen Spielaufbau stellt sich die Frage auf welchem der unterschiedlichen Stadtteile man beginnt. Dies kann einen leichteren oder schwereren Start nach sich ziehen. Für Anfänger bietet das Spiel auch eine leichtere Einstiegsvariante, für mehr Abwechslung für geübte Spieler bringt das Spiel verschiedene Startszenarien mit. Auch kann zu Beginn einer Partie  jeder Spieler in eine von vielen verschiedene Rolle schlüpfen, welche jede für sich einen gewissen Vorteil im Spiel mit sich bringt. Ihr könnt wie im digitalen Vorbild mit Spezialgebäuden spielen, mit dem Szenario News kommen Ereigniskarten ins Spiel oder ihr spielt mit den Gesetzen welche euch Vorteile im Spiel ermöglichen. Abhängig vom gewählten Szenario habt ihr auch einen unterschiedlichen Aufbau. So können 3 oder mehr Stadtteile zu Beginn des Spiels ausliegen. Hier entscheiden die Spieler gemeinsam zu Beginn des Spieles auf welchem Teil die ersten Gebäude gebaut werden sollen. Schon hier muss beachtet werden wie die Stadt weiter wachsen soll. Hat man sich also einmal dazu entschieden in welchem Spielplanteil begonnen werden soll, müssen die Spieler abwechselnd eine von drei Aktionen ausführen. Entweder man spielt Handkarten aus um die Stadt weiter auszubauen, dies ist natürlich mit Kosten und Problemen verbunden. Baue ich beispielsweise ein Industriegebiet, so steigt die Umweltverschmutzung an. Durch andere Gebäude wiederum steigt die Kriminalität oder auch Arbeitslosigkeit an, außerdem benötigt die Stadt Wasser wie auch Strom. Daher müssen die Spieler also gemeinsam entscheiden und gut planen wie das knappe Budget ausgegeben werden soll. Diesen ganzen Problemen kann aber wiederum durch andere Gebäude entgegen gewirkt werden. Ein Park macht die Luft wieder sauberer und eine Polizeistation hält die Kriminalität niedrig. So gilt es die Leisten, welche die aktuelle Lager der Wasserversorgung, Kriminalität und auch Zufriedenheit der Bürger angeht stets im Auge zu behalten. Sind gewisse Bereiche bereits am Limit angekommen, so können keine Gebäude gebaut werden die solch eine Leiste erhöhen müssten. Sind die Leisten hingegen im negativen Bereich, bekommt man bei der Wertung jedoch Minuspunkte. Eine andere Aktion kann auch sein Karten abzulegen, was jedoch mit Kosten verbunden ist. Als dritte und letzte Möglichkeit, können die Spieler eine Wertung durchführen, aber nur wenn mindestens ein beliebiges Plättchen pro Stadtviertel darauf verbaut wurde. Dies gibt sofort Punkte und wir können ein neues der ausliegenden Spielplanteile erwerben und ab jetzt bebauen.

Da es sich auch in der analogen Version von Cities Skylines um ein Strategiespiel handelt, wird beim Ausbau der Stadt schnell klar, bauen wir die Gebäude eher kompakt in einem Viereck und profitieren so von ihrer Lage oder bauen wir sie eher lang verteilt in der Stadt? Die Gebäude kommen in tetrisartigen Formen und wollen geschickt innerhalb der einzelnen Stadtviertel verpuzzelt werden um die Voraussetzung zu erfüllen. Die kleine Feuerwachen decken nur ein kleines Teilgebiet ab, wo hingegen die große die ganze Stadt versorgen. Schnell wird einem jedoch aber klar dass das Zusammenspiel zwischen den einzelnen zu berücksichtigenden Faktoren wie Verschmutzung, Kriminalität und auch das knappe gemeinsame Budget im Griff zu behalten gar nicht so einfach ist. So Endet das Spiel, wenn die verschiedene Leisten ihr Ende erreicht haben und somit keine weiteren Gebäude errichtet werden können. Eine Stadt geht auch mal ganz schnell Pleite, wenn die Spieler wie wild Gebäude bauen und dann kein Geld mehr in der Kasse ist um weitere Karten auszuspielen. Somit ist dann das Spiel auch vorbei. Haben die Spieler jedoch alle ausliegenden Spielplanteile gewertet, so endet das Spiel ebenfalls und wir schauen uns die Punkte an. Hierzu schauen wir auf eine Skala wie gut die Spieler mit den entsprechenden Punkten abgeschnitten haben und erfahren so ihre Bewertung als Bürgermeister.  

Nun zum Fazit von Cities Skylines: Das Brettspiel fängt die Atmosphäre des Computerspiels gut ein, Kenner der Vorlage finden viele Details wie Gebäude und Formen im Spiel wieder. Um möglichst viele Punkte im Spiel zu machen ist eine gute Absprache untereinander sehr wichtig. Wer spielt wann welche Karte und wer kann wann welche Karte spielen?! Dies ist wirklich von Anfang bis zum Schluss spannend und auch im Bereich der Familienspiele anspruchsvoll. 

Ein wenig Kritik kommt hier jedoch durch den Zufall der Karten ins Spiel. Benötigen wir im Spiel  dringend einen Park um die Verschmutzung zu verringern, jedoch zieht keiner der Spieler einen solchen nach,  so hat man mal ganz schnell verloren. Das hinterlässt bei uns immer wieder das Gefühl nicht genau zu wissen ob wir nun schlecht gespielt haben oder einfach nur Pech in der Partie hatten. Trotz allem ist Cities Skylines ein spannendes und schönes Aufbau- und Strategiespiel für Familien die gerne kooperativ spielen. Auch gibt es durch die unterschiedlichen Szenarien genug Abwechslung um viele Stunden mit dem Stadtplanen zu verbringen.

Für diese Rezension wurde uns ein Rezensionsexemplar von KOSMOS zur Verfügung gestellt.

Coloma

Regelvideo zu Coloma 

Ein goldrauschiges geheimes Männcheneinsetztspiel für 1-6 Spieler. 

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