Die gamescom 2020 ist tot, es lebe die gamescom 2020! Das „Heart of Gaming“ schlägt weiter

COVID-19 steckte noch in den pandemischen Kinderschuhen, da hatten die Organisatoren der gamescom schon angekündigt, dass sie 2020 im Zweifelsfall auf eine digitale Gamescom setzen würden.

Heute sind wir alle schlauer und die Gamescom 2020 vor Ort in Köln im Rahmen der Maßnahmen der Corona Schutzverordnung abgesagt. Natürlich waren die Verantwortlichen bei Kölnmesse und game, dem Verband der deutschen Games-Branche, nicht untätig, sondern haben fleißig an der versprochenen digitalen gamescom getüftelt.

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Neuheiten zur SPIEL von Pegasus Spiele und Vertriebspartner

Friedberg, 21.10.2019: Pünktlich zur SPIEL erscheinen nicht nur zahlreiche Eigentitel bei Pegasus Spiele, sondern auch Neuheiten exklusiver Vertriebspartner. Dazu zählen Next Moves Games mit Azul – Der Sommerpavillon, eggertspiele mit ERA – Das Mittelalter, die Edition Spielwiese mit Nova Luna und Evidence, sowie Portal Games mit Empires of the Northund Prêt-à-Porter. Zudem wird das Ausnahmespiel Fog of Love von Hush Hush Projects erstmalig auf Deutsch bei Pegasus Spiele an Stand M110 in Halle 3 erhältlich sein.

Nach der Auszeichnung von Azul zum „Spiel des Jahres“ 2018 und dem Nachfolger Azul – Die Buntglasfenster von Sintra wird die erfolgreiche Reihe von Next Move Games nun mit Azul – Der Sommerpavillon fortgesetzt. Dieses Mal sollen die Spieler für König Manuel I. von Portugal einen Sommerpavillon errichten – ein Bauunternehmen, das seinerzeit beauftragt, aber nie umgesetzt wurde. Dabei greift das Familienspiel für zwei bis vier Spieler ab acht Jahren bereits bekannte Mechanismen auf, erweitert diese jedoch um neue Elemente, die für ein noch abwechslungsreicheres Spielgefühl sorgen. Fans der Reihe sowie Neueinsteiger dürfen sich erneut auf das opulente Spielmaterial freuen.

Bei eggertspiele, das wie Next Moves Games zum Verlag Plan B Games gehört, wird außerdem ERA – Das Mittelalter erscheinen. Das Würfelspiel des internationalen Erfolgsautors Matt Leacock basiert auf der Idee des erfolgreichen Im Wandel der ZeitenWürfelspiels. Ein bis vier Spieler ab zehn Jahren errichten auf ihren Tableaus prächtige mittelalterliche Städte. Durch geschicktes Nutzen der Würfelergebnisse können über 100 aufwendige 3D-Gebäude gekauft und verbaut werden. Azul – Der Sommerpavillonwird während der Messe ausschließlich am Plan B Games-Stand verfügbar sein, Halle 3 O-117, ERA – Das Mittelalter am Pegasus Spiele-Stand.

Im Verlag der Edition Spielwiese erscheinen zur diesjährigen Messe die beiden Neuheiten Nova Luna und Evidence. Nach dem Erfolg der Puzzle-Trilogie erscheint nun das neueste Werk von Uwe Rosenberg, Nova Luna, in Zusammenarbeit mit  Corné van Moorsel. Bei der Neuheit für ein bis vier Spieler ab acht Jahren dreht sich alles um die Mondbahn, denn die Spieler müssen die Auslage der Monduhr effektiv nutzen, um Aufgaben zu erfüllen. Dabei bringt jedoch jede Entscheidung in dem familienfreundlichen und dennoch strategisch anspruchsvollen Legespiel weitreichende Konsequenzen für die Zukunft mit sich.

Als Journalisten verfolgen bei Evidence zwei bis fünf Spieler ab acht Jahren den Traum von einem Platz auf der Titelseite. Hierfür gehen sie durch das geschickte Ausspielen von Karten Hinweisen nach, um geheimnisvolle Mysterien aufzuspüren und abzulichten. Evidence ist das Erstlingswerk von Orestis Leontaritis und kombiniert Deduktions- und Ärgerelemente zu einem schnell gespielten und kurzweiligen Kartenspiel für die ganze Familie. Eine Profivariante sorgt auch bei fortgeschrittenen Spielern für langanhaltenden Spielspaß. Nova Luna und Evidence werden am 24. und 25. Oktober exklusiv am Stand der Edition Spielwiese, Halle 2 D-114, zum Verkauf stehen und ab Samstag, den 26. Oktober auch am Pegasus Spiele-Stand erhältlich sein. Als kleines Extra gibt es für beide Spiele abwischbare Wertungsblätter, auf denen am Ende einer Partie die Punkte zusammengerechnet werden können.

Mit Empires of the North erscheint von Portal Games, im Vertrieb bei Pegasus Spiele, ein eigenständiges Spiel im Imperial Settlers-Universum. Bei dem Kartenspiel für ein bis vier Spieler ab zehn Jahren gehen die Anführer nordischer Clans auf Reisen, um neue Länder mit wertvollen Waren zu entdecken und neue Orte zu errichten. Das neueste Werk von Ignacy Trzewiczek kombiniert bereits bekannte Mechanismen mit neuen Elementen. Damit richtet sich Empires of the North nicht nur an Fans der Imperial Settlers-Reihe, sondern auch an alle auf der Suche nach einem taktisch wie atmosphärisch dichten Kartenoptimierungs-Spiel.

Prêt-à-Porter verbindet dagegen eine spannende Hintergrundgeschichte mit komplexen Mechanismen zu einem wirtschaftlichen Strategiespiel für zwei bis vier erfahrene Spieler ab zehn Jahren. Als Inhaber eines aufstrebenden Unternehmens in der Modebranche müssen sich die Spieler auf quartalsweise stattfindende Modenschauen vorbereiten. Hierzu müssen Mitarbeiter eingestellt, der Firmensitz gekonnt erweitert und natürlich neue Designs kreiert werden. Beide Portal Games-Neuheiten werden am Pegasus Spiele-Stand verfügbar sein. Für Prêt-à-Porter gibt es hier noch ein kostenloses Zusatzszenario zu ergattern. Für Portal Games Sommerneuheit Imperial Settlers – Roll & Write wird es überdies einen neuen Block mit Gebäuden passend zur Spielemesse geben.

Bereits 2017 veröffentlichte Hush Hush Projects die Beziehungssimulation Fog of Love von Jacob Jaskov. Seither ist der Erfolg des außergewöhnlichen Titels, bei dem zwei Spieler ab 17 Jahren eigene Charaktere erschaffen und diese eine Beziehung mit Höhen und Tiefen durchleben lassen, ungebrochen. Pegasus Spiele veröffentlicht zur SPIEL´19 die deutsche Version, die am Pegasus Spiele Stand erhältlich sein wird. Das reich mit Materialien ausgestattete Spiel spricht durch die ungewöhnliche Thematik sowohl Spielerfahrene als auch -unerfahrene an. Ein spielerklärendes Tutorial erlaubt es, unmittelbar loszuspielen.

Diese sowie weitere Neuheiten der SPIEL werden im Anschluss an die Messe im Pegasus Spiele-Onlineshop sowie im Fachhandel verfügbar sein.

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SPIELerische Vorfreude bei Pegasus

Friedberg, 05.09.2019: Zu den Internationalen Spieltagen, kurz SPIEL, wird Pegasus Spiele zahlreiche Neuheiten präsentieren. Erstmals haben Spielebegeisterte in diesem Jahr bereits einen Monat vorher die Möglichkeit, die Highlights aus dem Verlagsprogramm in entspannter Atmosphäre auszuprobieren. Dazu lädt Pegasus zum Spieleabend mit Sneak Peek am 20. September ins Bibliothekszentrum in Friedberg ein. Abgerundet wird das Event durch einen Lagerverkauf sowie Firmenbesichtigungen. Die Veranstaltung stellt den Auftakt zu zwei weiteren besonderen Spieleabenden in der örtlichen Bücherei an Halloween und vor Weihnachten dar.

Seit 2014 finden im Bibliothekszentrum Klosterbau in Friedberg jeden ersten und dritten Dienstag im Monat Spieleabende statt, bei denen Spielebegeisterte Neuheiten und Prototypen von Pegasus Spiele ausprobieren können. Vor der SPIEL 2019 wird es darüber hinaus erstmals eine Vorabpremiere der Messeneuheiten geben. Der Pegasus-Spiele-Abend mit Sneak Peek findet am Freitag, den 20.09. von 18:30 bis 24 Uhr statt. Vor Ort werden Spieleerklärer den Besuchern die Neuheiten erklären. Auch das Pegasus Spiele-Redaktionsteam wird vertreten sein und die Besucher mit weiteren Details zu den Spielen versorgen. Die kleine Braterei in Friedberg sowie der Freundeskreis des Bibliothekszentrums sorgen für das leibliche Wohl.

Vor dem Spielspaß veranstaltet Pegasus Spiele zusätzlich in entspannter Atmosphäre einen seiner beliebten Lagerverkäufe. Auf alle Teilnehmer warten auch dieses Mal 25% Rabatt auf alle Produkte ohne Buchpreisbindung. In diesem Zusammenhang haben Interessierte zudem die Möglichkeit, an einer Firmenführung teilzunehmen und so hinter die Kulissen eines Spieleverlags zu schauen.

Die Sneak Peek und der vorherige Lagerverkauf sind der Auftakt zu ähnlichen Spieleevents an Halloween und vor Weihnachten: Am 31.10.2019 heißt es wieder „Friedberg gruselt“ und Pegasus Spiele ist mit einem Lagerverkauf ab 16 Uhr und einem ausgedehnten Spieleabend im Bibliothekszentrum Klosterbau ab 18 Uhr dabei.  Im Dezember rundet die Weihnachtsedition das Jahr ab. Spielebegeisterte dürfen sich am 17.12.2019 ab 18 Uhr auf einen weiteren Spieleabend in der örtlichen Bibliothek mit Verkauf vor Ort durch Katies Spielewelt freuen.

Weitere Updates folgen in Kürze auf der Pegasus Spiele Facebook-Seite. Da die örtlichen Kapazitäten begrenzt sind, wird um Voranmeldung zum Lagerverkauf, den Führungen sowie zur Sneak Peek gebeten: www.pegasus.de/community/spiele-events/spiel-19-sneak-peak/

Eine Übersicht über alle kommenden Pegasus Spieleabende im Bibliothekszentrum Klosterbau in Friedberg findet sich unterwww.bibliothekszentrumklosterbau.de/  sowie unter www.facebook.com/groups/pegasusspiele

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Dinorakel PT. II

Unsere Liste für die Nominierungen zum Kennerspiel des Jahres 2019. Das Dinorakel – was hat gute Chancen den Titel zu „Kennerspiel des Jahres“ zu ergattern, aus der Sicht von Angelo, Tobias und Melanie.

Dinorakel PT. I

Unsere Liste für die Nominierungen des Spiel des Jahres 2019. Das Dinorakel – was hat gute Chancen den Titel zu „Spiel des Jahres“ zu ergattern, aus der Sicht von Angelo, Tobias und Melanie.

Spielemesse 2018 in Stuttgart

Am letzten Wochenende im November war es dann im Schwabenländle auch endlich soweit und die Spielemesse in der Hauptstadt öffnete seine Pforten. Diese ging genau gesagt über vier lange Tage und konnte von Donnerstag bis Sonntag besucht werden. Für uns als Blogger aus der Region natürlich ein absolutes Pflichtprogramm, das aber natürlich nach dem großen Bruder Essen schon sehnlichst erwartet wurde. Unser erster Messetag war der Freitag, den wir uns hierfür extra frei genommen haben, um hier auch wirklich von morgens bis abends auf der Messe verbringen zu können. Im Gegensatz zu Essen ist natürlich die Messe in Stuttgart etwas anders gestaltet, da hier Rund um diese zwei Wochen der sogenannte Messeherbst statt findet und die Hallen mit anderen Interessengebieten noch bestückt werden. Für uns aber war natürlich nur die Halle 1, besser gesagt die halbe Halle 1 von Interesse, da sich hier die Spiel mit der Kreativ zusammen getan hat. Um sich erst einmal einen Überblick zu verschaffen, ging es über den blauen Teppich Reihe für Reihe und Gang für Gang durch die Halle. Unter anderem haben wir hier sehr viele Freizeitaktivitäten für die Jüngsten bis hin zum reifen Teeniealter vorgefunden um hier ihre überschüssige Energie los zu werden. Unter anderem stellte sich auch der wohl größte Indoor-Freizeitpark aus Sindelfingen vor. Aber unser Augenmerk lag eher auf den Spielen und die ganze Welt darum und da wurde man dann auch recht gut fündig. Man konnte bei dem ein oder anderen Verlag Platz nehmen und verschiedene Spiele antesten. Und dies reichte von den ganz jungen und kleinsten Spielern bis hin zu den verzwickteren Spielen für die Erwachsenen. Das ganze wurde dann auch noch wunderbar von der Spieleinsel und dem Böblinger Spieleverein abgerundet. Hier konnte man Platz nehmen und nach Herzenslust Spiele testen, dabei konnte man sich die Regeln selbst aneignen oder einfach nach Hilfe fragen und schon war man ganz im Bann des Brettspiels und in seiner eigenen Welt. Hinzu kam dann noch ein Verein in dem man aktiv Rollenspiele betreiben kann, den hier ist dann nur noch die Fantasie die Grenze. Das alles wurden dann noch durch die Anwesenheit von sogenannten Hobbysten aus dem Star Wars Universum abgerundet. Der grönnende Abschluss an dem Freitag ist dann eben das bei der Spieleinsel ab Messeende, der um 18 Uhr ist, bis spät in den Abend, genau gesagt bis 22 Uhr nach Herzenslust weitergespielt werden kann. Für uns selber bot sich am Freitag noch die Möglichkeit an, das ein oder andere Interview zu machen. Unter anderem hatten wir Kai vom Böblinger Spieleverein   (http://www.fsfev.de) und auch den Spieleautor Andy Steiger von Targi vor der Kamera.

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Hier erhielten wir tollte Einblicke und auch eine andere Sicht in die Spielewelt, diese könnt ihr auch nach und nach in unserer Rubrik diverse Videos finden. Der Tag war ein tolles Erlebnis und voll gepackt mit vielen Eindrücken ging es dann erst mal nach Hause um für den nächsten Tag Energie zu sammeln. Am Samstag ging es dann als große Gruppe schon morgens um 9 Uhr auf die Messe um weiter den Spielebereich zu durchforsten und selbst zu spielen. Letztendlich sind wir dann recht schnell beim Böblinger Spieleverein hängen geblieben und verweilten fast den ganzen Tag dort um uns unbekannte Spiele zu Testen und auch den ein oder anderen zu helfen. Den wenn man so als Spieledino unterwegs ist, dann wird man auch mal erkannt. Da wird dann gerne mal das ein oder andere Wort ausgetauscht. Aber auch komplett neue Spiele hat man versucht sich anzueignen und mit anderen Mitspielern umzusetzen. Und auch wenn viele freiwillige Spielerklärer (Erklärbären) vom Verein da waren, hat man eben auch mal schnell ausgeholfen wenn es geklemmt hat 🙂 Da fühlt man sich als leidenschaftlicher Spieler einfach dazu berufen.

 

Unser Fazit zu der Messe hinterlässt sehr gemischte Gefühle. Auf der einen Seite sieht man wie sich die Besucher auf völlig Neues einlassen und die Angebote auch reichlich annehmen. Bei den Plätzen zum Spielen muss man schon fast von Glück sprechen um hier mal einen freien Stuhl zu ergattern. Hier treffen wirklich Generationen aufeinander und doch verläuft alles harmonisch und jeder hat seinen Spaß in der Zeit auf der Messe.  Doch leider merken wir über die Jahre gesehen, in der wir die Messe nun schon Besuchen, dass sich die Verlage immer mehr zurück ziehen. Ihre Stände verkleinern sich weitestgehend und oftmals sind nur noch die Erklärbären anwesend um Neuheiten zu präsentieren. Auch ist der Kauf der Spiele nicht mehr so ohne gegeben, klar der ein oder andere Verkaufsstand ist vorhanden, hat aber auch nicht immer alles im Angebot. Wenn man sich dann nach der Messe auf den Weg macht um dieses im Fachhandel zu holen, ist es dann auch dort oft nicht zu erhalten. Also greift man dann doch kurzerhand wieder auf das wohlbewährte Internet zurück, den da ist es entsprechend zu bekommen. Wir haben gesehen, dass die Spielemesse in Stuttgart wirklich rein Informativ genutzt wird und eben eher zum Schnuppern und Informationsaustausch genutzt wird und das aber wirklich sehr reichlich. Nichtsdestotrotz hatten wir wieder eine sehr schöne Zeit dort verbracht und freuen uns schon jetzt auf 2019 und den Stuttgarter Messeherbst.

Analog vs. Digital – Ein Spiel ist ein Spiel ist ein Spiel…

Auf den Laien wirken Video- und Gesellschaftsspiele sehr unterschiedlich. Gerade im Mainstream haben Videogames oft den Ruf unpersönlich, gewaltverherrlichend oder Kinderkram zu sein.

Brett-, Tabletop- oder Kartenspiele wirken durch Ihre gesellige Natur, farbenfrohe Designs und durchdachten Spielkonzepte wie ein totaler Gegenentwurf.

Dies ist natürlich in beiden Fällen eine plumpe Verallgemeinerung. Wer in Minecraft kreativ wird, kann andere Bauklötze staunen lassen. Vollkommen ohne Gewalt.

Wenn die kleine Schwester bei Monopoly einmal zu oft auf der Schlossallee landet, kann das die Familie zerrütten.

Brücken über den vermeintlichen Graben zwischen digital und analog bauen Videospiel-Entwickler schon seit Jahren. Ihre Prototypen für Level-Design bestehen gerne mal aus Lego. Auch komplexe Spielmechaniken werden vorab analog erprobt, zum Beispiel als Brettspiel.

Weg von reinen Shootern, Sportspielen oder Reaktionstests und hin zu Story-basierten Abenteuern ging es an Computern, um Dungeons & Dragons-Kampagnen ohne Mitspieler zu ermöglichen.

Dementsprechend viele Anleihen an traditionelle Pen & Paper-Rollenspiele findet man auch heute noch im virtuellen Rollenspiel. Aber auch aus komplett anderen Genres wie Autorennen, Sportspielen und Shootern sind Charaktereditoren, Erfahrungspunkte, Hitpoints etc. mittlerweile nicht mehr wegzudenken.

Letztlich geht es beim Spielen vor Allem um unterhaltsame Mechaniken. Digitale unterscheiden sich dabei nicht von analogen Spielen. Darum den Ablauf in einen logischen Kontext zu bringen, bemühen sich auch alle Spielformen.

Hintergründe wie „Frosch überquert die befahrene Straße“ (bei Frogger) oder „Entwirf ein Kirchenfenster“ (bei Sagrada) sind an Einfachheit kaum zu toppen, machen abstrakte Mechaniken aber nachvollziehbar.

In beiden Bereichen gibt es aber auch komplexe Geschichten, die sogar die Mechaniken in den Schatten stellen. Manchmal spielt man dadurch weiter, obwohl die Spielmechaniken vielleicht nicht begeistern.

Nur wenige Spieler lieben den Kampf im beliebten digitalen Spiel Witcher 3. Die epische Geschichte und vor allem die durchdachten Nebenhandlungen können aber auch kritische Spielernaturen für das Spiel gewinnen.

Das analoge Pandemic Legacy startet mit einer scheinbar einfachen Prämisse: Rettet die Welt vor der ausbrechenden Pandemie! Die Welt entwickelt sich aber mit jeder Partie weiter. So entsteht eine lange, nonlineare Geschichte, die auch die Verwüstung kompletter Landstriche und Atomkriege zur Folge haben kann.

Was Spieler beider „Lager“ wollen, ist meist dasselbe: Spielkonzepte, die stundenlang und immer wieder unterhalten. Gerne auch in der Gruppe.

Der Einzelspieleraspekt war früher digitalen Spielen vorbehalten. Er gewinnt aber auch für analoge Spieler an Bedeutung. Mitspieler hat man nicht immer zur Hand. Auch die schnellen, einfachen „Spielehappen für Zwischendurch“ schätzen alle Spieler. Brettspieler mögen diese vor allem als Absacker oder für die Spielrunde mit Wenig- oder Nichtspielern.

Mittlerweile gibt es den Brettspiel-Einzelgänger genauso wie den geselligen Videogamer. Oder auch Leute, die alle Arten des Spielens mit wechselndem Fokus betreiben. Auch Spieleentwicklern geht es so.

Deshalb hat sich in den letzten Jahren eine interessante Entwicklung ergeben: immer häufiger tummeln sich Publisher von digitalen Spielen auf der analogen Spielewiese. Das bietet zahlreiche unmittelbare Vorteile. Meist handelt es sich um Marken, die auf Computern und Konsolen bereits zig Millionen Einheiten verkauft haben. Brett-, Karten- oder Tabletopspiele mit Lizenz haben einen hohen Wiedererkennungswert und dadurch einen Startvorteil.

Die bereits vorhandene digitale Fanbasis sorgt für einen unbezahlbaren Schwung an kostenloser Promotion auf sozialen Medien.

Selbst wenn sie letztlich das betreffende Spiel doch nicht kaufen, sorgen sie zumindest für ordentlichen Hype. Dieser Hype ist für Publisher ganz unmittelbar Geld wert.

Eine gezielt, traditionelle Promotion-Kampagne kostet. Geld, das vor allem kleinere Verlage oder unabhängige Autoren häufig nicht haben.

Kampagnen auf Crowdfunding-Plattformen wie Kickstarter oder Startnext sind zur Finanzierung mittlerweile der Standard. Bei Gesellschaftsspielen ist gerade Kickstarter mittlerweile zu einer Art inoffizieller Vorbestellungsplattform geworden.

Strategisch eingesetzt sind sie aber auch ein Mittel, um den Hype über Monate oder teils Jahre aufrecht zu erhalten.

Gerade bei bekannten Lizenzen ist eher das Erfüllen von Stretch Goals im Fokus als das bloße Erreichen des Zielbetrags. Der wird in solchen Fällen nur als eine Zwischenstufe auf dem Weg zum tatsächlichen Ziel gesehen.

Der direkte Kontakt mit der Community sorgt während und nach der Kampagne dafür, dass der Druck nie ganz vom Promo-Kessel genommen wird. Begeisterte Unterstützer des Projektes rühren im eigenen Umfeld, auf YouTube usw. die Werbetrommel. So werden auch potenziell Interessierte zum Kauf animiert, die ursprünglich gar nichts vom Spiel wussten.

Bekannte Lizenzen liefern einen weiteren Vorteil: Spiele wie Doom, Dark Souls oder Gears of War begeistern schon in virtueller Form mit ihrem Charakterdesign. Davon profitieren auch die Brettspielumsetzungen, indem sie Miniaturen der Charaktere und Gegner beinhalten.

Das wiederum kann bei Kickstarter genutzt werden, um besonders beliebte oder auch kostspielig zu produzierende Miniaturen als Stretch Goals oder optionale Erweiterungen anzubieten. Die eingenommene Summe steigt und der Hype gleich mit.

Wie sehr Kickstarter mittlerweile auch für Verlage zur Norm geworden ist, erkennt man daran, dass mittlerweile selbst die Kickstarter-Kampagne bereits Wochen oder Monate vor Start beworben wird. Teils finden auch spezielle Gewinnspiele und Events bereits im Vorfeld oder während des Kampagnenstarts statt.

Neben etablierten Charakteren und Designs kann man auch mit bereits bekannten Spielmechaniken arbeiten. Wie bereits eingangs erwähnt, funktionieren gute Spielmechaniken grundsätzlich unabhängig vom Medium.

Auch wenn diese nicht 1:1 umgesetzt werden, bieten sie einen Ankerpunkt, mit dem man arbeiten kann.

Die besten Umsetzungen verstehen es, gekonnt Kernelemente des Ursprungsspiels aufzugreifen und mit den Stärken des neuen Mediums zu kombinieren.

So hat beispielsweise die Brettspielumsetzung von Gears Of War den taktischen, deckungsbasierten Spielablauf der Vorlage aufgegriffen. Dieser wurde mit Zombicide-artigen Elementen verknüpft und dadurch zu einem eigenständigen Spiel. Das Ergebnis ist so nah am Original, dass es dessen Fans weiterhin Spaß macht. Schmecken kann der Gameplay-Kuchen aber auch ohne Kenntnis der Vorlage.

Damit unterscheiden sich solche Umsetzungen dann auch maßgeblich von Spielen wie Monopoly, Ubongo oder auch Das verrückte Labyrinth, denen gerne nachträglich Lizenzen verpasst werden. Namen und angepasste Grafikelementen sind meist die einzigen Parallelen zu den Lizenzmarken.

Das altbewährte Spielprinzip bleibt unangetastet. Außer der Lizenz als Gimmick gibt es also eigentlich keinen Kaufgrund. Den braucht es aber, gerade für das Mainstream-Publikum, auch nicht.

Während sich Brettspiel gewordene Videogames meist etwas von Ihren Wurzeln verabschieden, gehen Brett-, Karten- und Tabletopspiele häufig einen anderen Weg.

Meist steckt hier der ursprüngliche Verlag selbst hinter der „Versoftung“ des Spiels und bringt diese als sehr geradlinige Umsetzung heraus. Statt auf dem Brett wird auf dem Bildschirm gespielt. Zusätzlich gibt es animierte Elemente und Soundeffekte, die für Atmosphäre sorgen. Herstellung und Vertrieb sind dadurch natürlich wesentlich günstiger als beim physikalischen Spiel.

Der Computer beherrscht die Regeln, schummeln oder Hausregeln lässt er nicht zu.

Und jedes noch so soziale Brettspiel kann mittels KI alleine gespielt werden.

Der gesellige Brettspieler wird trotzdem nicht zum einsamen Digitalsklaven.

Begeisterte Brettspieler werden in der Regel die gemütliche Runde mit Freunden immer vorziehen.

Digitale Games holen aber Leute ans virtuelle Spielbrett, die mit Gesellschaftsspielen seit Kindertagen nichts mehr zu tun hatten.

Sie ermöglichen es, über Hunderte oder gar Tausende Kilometer hinweg miteinander zu spielen.

Spieler ohne Platz und/oder Geld für aufwändig gestaltete Spiele im aufwendigen Karton, haben mit digitalen Spielen eine Alternative.

Und zu guter Letzt kann man optional auch alleine spielen.

Für Verlage sind digitale Games eine gute Ergänzung ihrer analogen Spielen. Fantasy Flight Games veröffentlicht neben dem analogen Programm schon jahrelang parallel auch digitale Games. Der deutsche Verlag Asmodee kündigte an, Digitalversionen erfolgreicher Gesellschaftsspiele auf Nintendos Switch zu bringen. Darunter Hochkaräter wie Carcassonne, Pandemic und Catan.

Hasbro tut es Ihnen mit Risiko, Monopoly und andren gleich.

Wie gut „analog auf digital“ beim Gamer ankommt, merkt man an Spielen wie Hearthstone. Der mechanisch analoge Deck-Builder ist nur digital erschienen, weiß seine Fans aber auch vier Jahre nach Release durch regelmäßige Updates zu begeistern.

Das in der Spielwelt von Witcher 3 eingeführte Kartenspiel Gwent (je nach Region auch Gwint) war unter Spielern so beliebt, dass es vor kurzem als eigenständiges, digitales Spiel veröffentlicht wurde.

Magic: The Gathering, quasi der Ur-Opa der Deck-Builder, wird auch nach 25 Jahre noch erfolgreich verkauft. Zusätzlich ist der digitale Ableger des Spiels auf Computern und Konsolen seit Jahren sehr beliebt.

Digital und analog nähern sich also immer mehr einander an, ohne die andere Form des Spiels an den Rand zu drängen. Letztlich geht es vor allem um eins: jeder kann spielen wie er will.

Ob wir bevorzugt digital, analog, alleine, mit oder gegen andere spielen, können wir täglich neu entscheiden. Der gelegentliche Blick über den Tellerrand hilft, Neues zu entdecken. Gefällt uns dann nicht, was wir erblicken, haben wir es immerhin probiert.

Niemand ist besser oder schlechter wegen seiner Vorlieben, denn am Ende gilt: Egal ob digital oder analog: Ein Spiel ist ein Spiel ist ein Spiel…

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